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Jul
04

Meine Meinung zu DRM-geschützten PDF-Dateien

Ich habe mir heute über eine Art Online-Bibliothek ein Buch als eBook ausgeliehen. Dieses eBook liegt, wie in den meisten Fällen üblich, im PDF-Format vor. Es ist mittels DRM (Digital Rights Management) geschützt. DRM kennt man auch von digitalen Musikdateien wie MP3s, um z.B. verhindern, dass eine MP3 beliebig vervielfältigt werden kann.

Das eBook lässt sich 14 Tage lang öffnen, anschließend nicht mehr.
Soweit ist das alles noch in Ordnung, da ich das Buch geliehen und nicht gekauft habe.

Nun zu meinen Kritikpunkten. Beim DRM-Schutz handelt es sich im vorliegenden Fall um Adobe LiveCycle Rights Management, einem nicht-standardisierten Format von Adobe. Das hat den großen Nachteil, dass die PDFs nur mit dem Adobe Reader geöffnet werden können (vermutlich auch mit dem kostenpflichtigen Adobe Acrobat).
PDF-Betrachter anderer Hersteller (FoxitReader, PDF-XChange Viewer, ...) können nicht verwendet werden. Mich wundert, das so etwas zulässig ist.

Die zeitliche Begrenzung erfolgt über einen Server, der die Zertifizierung vornimmt. D.h. die PDF kann nur geöffnet werden, wenn eine Verbindung zum Internet vorhanden ist.
Möchte man ein so geschütztes eBook im Zug lesen, muss man daran denken, die PDF vorher zu öffnen und das Notebook in den Standby- oder Ruhezustand zu versetzen, um die PDF nicht erneut öffnen zu müssen.
Benutzer, die keinen Adobe Reader nutzen können (huhu, iPad-Besitzer) können mit solchen PDFs momentan noch nichts anfangen.

In Deutschland ist es verboten, den DRM-Schutz zu umgehen, was im vorliegenden Fall übrigens auch nicht funktionieren würde.
Die Idee, Bücher digital auszuleihen ist klasse, die Umsetzung im vorliegenden Fall katastrophal.

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