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Apr
06

Neues Fahrrad

Ich habe mir gestern ein neues Fahrrad zugelegt, da ich mit meinem bisherigen Mountainbike nicht mehr zufrieden war. Nach rund 12 Jahren waren natürlich einige Teile verschlissen. Verschleißteile wie Reifen und Brems- bzw. Schaltzüge zu wechseln, wäre kein Problem gewesen, doch die Übersetzung der 21-Gang-Schaltung war für schnellere Fahrten gänzlich ungeeignet, wie ich kürzlich festgestellt habe. Die Trittfrequenz im 21. Gang war einfach zu hoch. Die komplette Schaltung zu wechseln rentierte sich nicht.

Um möglichst effizient fahren zu können, musste natürlich ein Elektrorad her. \:mrgreen\:

Spaß beiseite - ich habe mich nun wieder für ein Mountainbike, jedoch mit 27 Gängen (effektiv sind es natürlich deutlich weniger Gänge, da sich einige Ritzelkombinationen überschneiden) entschieden. Der 1. Gang kommt mir deutlich leichter vor als bei meinem alten Rad (nun macht sogar das Hinauffahren Spaß) und der höchste Gang ist deutlich schwerer. Somit sind auch schnellere Fahrten möglich.

Das neue Fahrrad besitzt hydraulische Scheibenbremsen, die bei jeder Witterung (Luftfeuchte, Temperaturschwankungen)eine konstante Bremskraft entwickeln, doch daran muss ich mich erst gewöhnen. Meine alten Bremsen hatte ich sehr aggressiv eingestellt. Sobald ich den Bremshebel rund 1cm bewegte war die volle Bremswirkung da. Dies ist bei Hydraulikbremsen normalerweise nicht so. Das Fachpersonal erklärte mir, dass man das auch einstellen könne, doch standardmäßig wirken die Bremsen relativ spät, da man dann mehr Kraft mit den Fingern aufbringen kann. Da ist natürlich was dran, dennoch werde ich versuchen, das etwas anzupassen.

Wie es bei vielen Mountainbikes so üblich ist, ist die Grundausstattung alles andere als verkehrssicher. Da ich jedoch auch auf Straßen fahre, ist dies natürlich nicht von Vorteil, denn die Sicherheit darf nicht darunter leiden und Bußgelder zu zahlen ist auch nicht gerade angenehm für den Geldbeutel.

Ich habe mir dazu mal die entsprechenden Paragrafen der StVO durchgelesen. Ein Paragraf kam mir dabei etwas seltsam vor.
§67, Absatz 1 lautet folgendermaßen:

§67 Abs. 1 StVO:
Fahrräder müssen für den Betrieb des Scheinwerfers und der Schlussleuchte mit einer Lichtmaschine ausgerüstet sein, deren Nennleistung mindestens 3 W und deren Nennspannung 6 V beträgt (Fahrbeleuchtung). Für den Betrieb von Scheinwerfer und Schlussleuchte darf zusätzlich eine Batterie mit einer Nennspannung von 6 V verwendet werden (Batterie-Dauerbeleuchtung). Die beiden Betriebsarten dürfen sich gegenseitig nicht beeinflussen.

Wenn ich das richtig interpretiere, dann benötigt jedes Fahrrad eine "Lichtmaschine" d.h. einen Dynamo. Zusätzlich kann eine batteriebetriebene Beleuchtung genutzt werden. Letztere habe ich, aber soll ich mir nun spaßeshalber einen Dynamo anschrauben?
Wie blöd wäre das denn... \:lol\:

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Kommentare

  • Daniel G
    06.04.2008, 23:58
  • Moin Matze,

    Ja, ist in der Tat etwas doof, aber Gesetze hängen ja bekanntlich immer dem Stand der Technik hinterher. Wenn du dem Wortlaut des Gesetzes folge leisten willst, müsstest du dir eine Fahrbeleuchtung auf Basis eines Dynamos installieren.

    Da jedoch auch die Herren Ordnungshüter nicht immer ganz doof sind, reicht denen eigentlich auch eine vernünftige, batteriebetriebene Beleuchtung. Am Besten nimmt man eine LED-Variante, da halten die Batterien deutlich länger, gerade beim Frontlicht. Und wenn du doch einen Strafzettel bekommst... Hey, nutze die Chance, du könntest vor dem BGH ziehen und die Gesetzeslage für immer verändern. \:mrgreen\:

    Gruß,
    Daniel
  • Matze
    (registriert)
    07.04.2008, 06:36
  • Hi Daniel,

    das wäre ja ein riesen Stress, da sollen die selbst drauf kommen. Dann lass ich das doch lieber so. *g*

    Eine LED-Frontleuchte taugt meiner Meinung nach noch nicht viel. Die LEDs sind zwar sehr hell, wenn man direkt hineinschaut, aber der Lichtkegel am Boden ist nur zu erahnen. Meine alte Halogen-Front- und LED-Rückleuchte reicht mir da aus.

    Grüße
  • Daniel G
    07.04.2008, 13:17
  • Hi,

    Das kommt ganz auf die LED drauf an. Ein Selbstbau kann sehr wohl viel taugen. Klar, so'ne Billigleuchte von T€di wird vermutlich nicht viel bringen. \:mrgreen\:
  • Matze
    (registriert)
    07.04.2008, 17:25
  • Moin,

    der Selbstbau ist jedoch nicht zu empfehlen, da dieser eine StVO-Zulassung benötigt. Es gibt natürlich auch helle Leuchten (Fernlicht) ohne diese Zulassung, aber ich brauche das schon auch auf der Straße. \;\)

    Das was ich habe gibt's fast unverändert immer noch und ist auch von einem bekannten Hersteller auf diesem Gebiet. Daher brauche ich nichts neues.
  • FAlter
    07.04.2008, 21:00
  • Hi,

    bei uns an der Schule gab es einen, der ne Fahrradleuchte (mit LEDs) als Jugend-Forscht-Projekt gemacht hat. Die war zwar Dynamobetrieben (aber mit riesen-Kondensator für Standlicht, glaub ich), aber durchaus brauchbar.

    Ich hab übrigens nen tollen Dynamo, den man beim Fahren gar nicht merkt. Mein Fahrrad entspricht also vollkommen der StVO.

    Mfg
    FAlter
  • Matze
    (registriert)
    07.04.2008, 21:42
  • Hallo,

    meines wird nicht ganz der StVO entsprechen. Dynamos sind zwar nette Teile, aber ich sehe es nicht ein, zusätzlich einen zu montieren. Tagsüber fahre ich auch ohne angeklemmte Leuchtmittel, es sei denn, es ist duster, regnerisch oder ähnliches.

    Grüße
  • Daniel G
    08.04.2008, 10:10
  • Hi,

    Gottseidank habe ich all die Probleme nicht. Es lebe der Narbendynamo... \:mrgreen\:

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