Die vergangenen Fahrstunden

Nun habe ich zahlreiche Segel- und Motorbootstunden hinter mir und kommenden Samstag ist dann die Prüfung (Theorie + 2 x Praxis). Die Herumschipperei klappt ganz gut, wenn der Wind einem keinen Strich durch die Rechnung macht. Gestern änderte der Wind ständig seine Richtung, flaute ab und wurde wieder stärker. Da kann man nicht vernünftig segeln und ich hoffe, dass in der Prüfung die Windrichtung halbwegs konstant bleibt. Zu starker Wind ist natürlich auch nichts. Nicht, weil das Segeln dann schwerer ist, sondern das Motorbootfahren bzw. das Anlegen. Wenn man das nicht selbst erlebt hat, kann man sich das u. U. nicht vorstellen, doch bei den relativ kleinen leichten Booten spürt man den Wind dann enorm.

Gestern Vormittag war eine Schleusenfahrt mit 5 Motorsportbooten der Yachtschule. Von Plochingen nach Oberesslingen und wieder zurück. Auf der Hinfahrt ist ein Lehrer gefahren, zurück durfte ich ans Steuer. Es ging rund zwei Stunden, mehr oder weniger geradeaus und plötzlich, angekommen bei der Schleuse kurz vor der Yachtschule, rief der Lehrer „Mann über Backbord“. Meine spontane Reaktion daraufhin „Echt jetzt?“. 🤣 Der Lehrer dann augenzwinkernd: „Na klar, wir sind doch nicht zum Vergnügen hier“.
Die zwei Frauen an Bord amüsierten sich über meine Reaktion, doch ich war einfach nicht darauf gefasst. Aber so ist es in der Realität auch.
Dann musste ich natürlich das Mann-Über-Bord-Manöver fahren und die anderen 4 Boote fuhren an uns vorbei. Ich könnte mir vorstellen, dass die Leute auf den anderen Booten geschmunzelt haben, als sie sahen, dass ich dieses Manöver fahren musste.
Aber die Fahrt war wirklich nett. 🙂

Heute wollte ich segeln, doch es war Flaute, so mussten wir aufs Motorboot umsteigen. Der Benziner sprang gut an, doch kurze Zeit später wurde er immer langsamer und ging aus. Das lag an der Kälte (wie ich bereits [article=318]berichtete[/article], schneite es heute Vormittag). Als wir im Leerlauf etwas Gas gegeben hatten, lief der Motor einigermaßen und wir fuhren diesen dann warm. Danach ging alles ohne Probleme, nur die Sicht war etwas eingeschränkt, da die Scheiben zu Beginn anliefen. Wenigstens haben die Boote Scheibenwischer.

Immer wieder lustig finde ich, dass die Lehrer dort einige Sprüche kennen, die mich ein wenig an Bauernregeln erinnern:

Geht die Sonne auf im Westen, musst du deinen Kompass testen.
Scheint die Sonne auf das Schwert, macht der Segler was verkehrt.
Scheint die Sonne auf den Kiel, taugt der Skipper nicht sehr viel.

😁

Kommenden Freitag habe ich mich fürs Motorbootfahren eingetragen und dann hoffe ich mal, dass am Samstag alles klappt. Für die Theorieprüfung muss ich auch noch einiges lernen.

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