Motorboot #1 und #2

Da uns der Wind heute alleine gelassen hat, wurde mit dem Motorboot gefahren anstatt zu Segeln. Zu Beginn fuhren wir mit dem Lehrer, nach rund 2 Stunden war ich dann alleine mit einer jungen Frau unterwegs. ­čśÄ

Das Lustige ist, dass wir beide genau die gleichen Hauptprobleme haben: Beim Anlegen hakt es manchmal und man befindet sich entweder auf der H├Âhe an, auf der man anlegen m├Âchte, doch einen halben Meter vom Ufer weg oder man liegt perfekt am Ufer, doch entweder ein klein wenig zu weit hinten oder zu weit vorne. Manchmal klappt’s jedoch auch ganz gut.
Das andere Problem haben wir beim Mann-├ťber-Bord-Man├Âver. Man schmei├čt eine Boje aus dem Boot, kurvt nach bestimmten Regeln au├čen herum und holt diese Boje wieder herein. Nur ist das Hereinholen teilweise nicht ganz so einfach, da die Boje rund einen Meter von der Steuerbordseite entfernt im Wasser schwimmt. Jedoch w├Ąre es im Ernstfall so nat├╝rlich besser, als w├╝rde man einen ├╝berfahren. ­čśä Doch mit ein wenig ├ťbung klappt das dann sicher irgendwann.

Als wir uns am Abend ans Anlegen machen wollten, stellten wir fest, dass sich der Vorw├Ąrtsgang nicht mehr einlegen l├Ąsst. Der R├╝ckw├Ąrtsgang ging jedoch einwandfrei. Da ein anderes Motorboot der Yachtschule Kurs auf uns hielt, standen wir auf und baten um Hilfe. Uns wurde gesagt, dass wohl der Kupplungszug gerissen sei, was dann auch der Fall war, wie sich bei der ├ťberpr├╝fung am Steg dann herausstellte.
Ich musste dann am Au├čenborder direkt mit einen Hebel die G├Ąnge einlegen bzw. den Leerlauf. Das hat dann auch ganz gut geklappt.
Und nein, dies ist nicht deshalb passiert, weil sich zwei Anf├Ąnger im Boot befunden haben. ­čśü Der Kupplungszug ist einfach ein Verschlei├čteil.

Es war eine nette Erfahrung, denn dann wird einem erst bewusst, wieso man langsam am am Steg anlegen sollte. F├Ąhrt man schnell und rei├čt dann der Kupplungszug, dann ist das Schiff vermutlich nicht mehr fahrt├╝chtig.

Erstaunlich ist auch, dass beim Anlegen an der Pier (diese ist aus Metall, vermutlich Stahl) der Schiffskompass um rund 180 Grad seine Richtung ├Ąndert. Steht der Bug in Richtung Osten, zeigt der Kompass Westen an. Dass die Pier so gro├če Auswirkungen auf einen Kompass haben kann, h├Ątte ich nicht gedacht.

Morgen soll es jedoch laut Wetterbericht w├Ąrmer und auch windiger werden. Mal sehen, ob’s stimmt und ich dann zum Segeln komme.

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