Der Italienurlaub ist vorbei

Die zwei Wochen, die ich am Lago Maggiore in Cannero (Riviera) verbracht habe, liegen hinter mir. Das Wetter war bis auf wenige Stunden wirklich super und es war einfach sch├Ân dort. ­čÖé

Landschaftlich ist diese Gegend wirklich toll, alleine der See an sich. Verkehrsm├Ą├čig ist Italien nicht so der Hit, denn da gibt es zum einen wahnsinnig enge Stra├čen und diese mit einem etwas gr├Â├čeren Auto zu durchfahren ist schon abenteuerlich, zum anderen ist es leider oft so, dass Ampeln und Verkehrsschilder f├╝r einige Italiener Dekoration sind, wie unsere Reiseleiterin in Mailand sagte, und Verkehrsregeln werden auch gerne missachtet. Da wird gedr├Ąngelt, mal eben eine zweite Spur aufgemacht und ├Ąhnliches. Diese Geschichten, die man ├╝ber die Italiener im Bezug auf deren Fahrverhalten h├Ârt, stimmen also zum Teil wirklich. Nat├╝rlich kann man das nicht verallgemeinern, denn es gibt auch anst├Ąndige Fahrer.

Essen kann man in Italien wirklich gut, vor allem das Eis ist lecker sowie Pasta und Pizzen. Backwaren vom B├Ącker gibt’s meiner Meinung nach bei uns in Deutschland deutlich bessere.

Lustig waren hin und wieder leichtere Verst├Ąndnisschwierigkeiten. Das fing schon bei der Kaffeeauswahl in der Speisekarte an. Ich wollte mal einen anderen Kaffee probieren als die gew├Âhnlichen und bestellte einen „Caff├Ę freddo“. Was ich bekam war Kaffee in einem Glas, das aussah, wie ein kleines Sektglas. Das sah ganz witzig aus. Er schmeckte auch ganz gut, war nur etwas k├╝hl. Zuhause schaute ich dann nach, was „freddo“ hei├čt und das bedeutet eben „kalt“. Nun wei├č ich’s. ­čśü
Auch als wir mit dem Auto zum Mottarone hochfahren wollten und uns in irgendeiner Gasse verfahren hatten (im Navi hatten wir nur die CD von Deutschland, da sich der Kauf der Europa-CD nicht lohnt), fragten wir einen Italiener mit Kinderwagen nach dem Weg.
Der beschrieb auch munter drauf los, unterst├╝tzt mit Zeichensprache, damit es auch Touristen verstehen sollten. Am Ende der Gasse stand dann ein Schild, das den Weg zum Mottarone zeigte, dem wir folgten. Nur war dies dummerweise ein Wanderweg und verfuhren uns somit gleich an der ersten Kreuzung. Als wir m├╝hselig wendeten sprintete der Italiener uns bereits wild mit einem Arm fuchtelnd, die andere Hand am Kinderwagen, entgegen und beschrieb den Weg von neuem. Mein Vater schaute danach dann leicht verdutzt, der Italiener ebenfalls und fragte dann mit etwas lauterer Stimme: „Capito?“. ­čĄú
Wir haben den Weg dann auch gefunden.

In Italien bin ich auf ein schwarzes Fanta gesto├čen (Fanta Chinotto), das ich bisher noch nie gesehen hatte. Neugierig wie ich bin musste ich das probieren und es war nur eklig. Leicht bitter, aber der Geschmack war undefinierbar. Ich dachte zuerst, es sei Lakritz-Geschmack, aber danach schmeckte es dann doch nicht. b├Ąh Anscheinend soll es sich um die Geschmacksrichtung „Bitterorange“ handeln, aber fruchtig hat das nicht geschmeckt.

├ťbrigens wimmelt es in der Gegend von Eidechsen. Das ist ganz lustig.

├ťber die Schweizer muss ich mich aber mal noch schnell aufregen:
Wir waren ja an manchen Tagen in der Schweiz und fanden an einem Parkplatz an einer Stra├če gerade noch einen einzigen freien Platz und parkten auf diesem. Als wir zum Auto zur├╝ck kamen, klemmte ein Strafzettel an der Schreibe ├╝ber ein Bu├čgeld von 40 Franken. Den Polizisten sahen wir noch und er kam auf uns zu und schimpfte rum, wieso in aller Welt wir auf einem Polizeiparkplatz parken. ­čś»
Er zeigte dann auf die Parkplatzmarkierungen. Alle waren wei├č und die bei unserem Auto war gelb. Auf sowas achteten wir nat├╝rlich nicht, vor allem dann, wenn auf den nebenstehenden Parkpl├Ątzen Autos stehen. Zweitens w├Ąre ich nie auf die Idee gekommen, dass es sich dabei um einen Polizeiparkplatz handelt, denn das ist weder auf den Asphalt gedruckt, noch stand das auf einem Schild. Woher soll das ein Nicht-Schweizer denn wissen? :mecker:

Sonst war aber alles in bester Ordnung. Nur die R├╝ckfahrt ├╝ber den San Gotthard-Tunnel war z├Ąh. Es gab einen ordentlichen Stau aufgrund der Blockabfertigung.

Hier nun zu erz├Ąhlen, wo ich sonst ├╝berall war, w├Ąre etwas ├╝bertrieben, doch einen recht guten ├ťberblick bekommt ihr, wenn ihr die Fotos im Folgenden anschaut. Ihr d├╝rft diese auch gerne kommentieren, wenn ihr Spa├č dran habt. ­čśë

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